Freitag, 26. Juni 2015

Meine Kieler Woche

bedeutet für mich einen entspannten Gang über die Kiellinie vom Dampftonnenleger Bussard zur Krusenkoppel. Dabei blende ich das Volksfest mit Hüten und Blumengirlanden und den entsprechenden Gründen aus und finde:





Und nun die Krusenkoppel:
hier findet sich alles: entspannte Eltern auf fliegenden Teppichen, generalstabsmäßige Planung mit gleichen Westen zum leichteren Auffinden der Kinder, mitgebrachte Hämmer und Nägel (weil ja manchmal die Anzahl der Werkzeuge nicht ausreicht). Stille Ecken und laute Begeisterung und Enttäuschung. Bollerwagen der älteren Generation aus Holz und dicken Ballonreifen und neue klappbare aus Tuch und Aluminium. 
Beneidet werden die Menschen mit den Werkzeuggürteln und bunten Tüchern um Kopf und Schultern - sie haben alles, was gebraucht wird und sind mit unendlicher Geduld für die Kinder da.


Zuerst die Bühne vom Kinderlieder"macher" und dann natürlich und immer wieder: Die Klackermatsche-Lehm-Ecke mit den beheizten Badewannen, leider ist das Feuer unter der rechten nicht zu sehen. Es wird aber nicht nur im Lehm gebadet, sondern auch damit gebaut.


Hier ist der Südpol: großer Eisberg und darunter reges Treiben, nicht der Schornstein der Titanic, sondern ein wunderschönes türkisfarbenes Schiff, besetzt von ganz vielen Seeleuten, daher kein Bild.


Dieses Piraten-Bonbontütenschiff trohnt auf dem höchsten Hügel 

 

Und dieses letzte Schiff begrüßt alle, die aus Richtung der Landesregierung das aufregende Land der Phantasie betreten wollen.

Freitag, 19. Juni 2015

Neue Bekanntschaften erfordern Trennungen

Ich habe meine Nähmaschinen im Laufe der vielen Jahre gemeinsamer Arbeit schätzen und lieben gelernt. Wem geht es nicht so?
Aber die vielen Stunden fordern ihren Tribut. So ergriff ich die Gelegenheit und kaufte vor einigen Tagen eine Ersatzmaschine, natürlich konnte es nur eine Husqvarna sein und zwar ein wenig gebrauchtes altes "Schwergewicht". Meine 1070 ist nun bei einer Freundin zur Probe, wir werden sehen, ob die beiden sich mögen und miteinander klar kommen. Dort hätte die 1070 dann ein Zuhause mit weniger Beanspruchung und dadurch noch vielen Jahren.

Meine "Neue" ist eine 1070S, sie war allerdins im Paket mit einem Horn-Nähmöbel zu haben. So einen Nähschrank besitze ich seit Jahren. Damals habe ich ihn gekauft, um Maschine und Zubehör vor eifrigen Kinderhänden zu sichern. Heute schätze ich die große ebene Arbeitsfläche, die ich nie und nimmer hergeben werde.
Einen zweiten Schrank brauche ich nicht, so verkaufe ich dieses Nähmöbel mit Hubautomatik weiter. Es hat lange gestanden, wenig gebraucht, ist 60 cm breit - mit aufgeklapptem Nähtisch dann 120 cm, 49 cm tief. In der Tür sind viele Einsätze für benötigtes Zubehör. Die Hubautomatik ermöglicht ein vollständiges Versenken, die Nutzung als Flachbrett und als Freiarm. Zusätzlich gebraucht wird noch ein Einsatz, der vorhandene ist für die 1070 und paßt wahrscheinlich nicht für eine andere Maschine.
Vielleicht findet sich hier eine neue Besitzerin?



Sonntag, 14. Juni 2015

Sammeln und Horten

zahlt sich hin und wieder aus.
Im letzten Jahrhundert :) gab es die tollen Brigitte Sonderhefte "Mode zum Selbermachen", die der damaligen Mode etwas Individuelles entgegen setzten. Mehrere Kleider nähte ich aus diesen Heften und die Jeans aus dem Jahr 1991.
Den Schnitte nutze ich seit der Zeit immer wieder gerne. Je nach Stoffbeschaffenfheit mit mehr oder weniger Zugaben.
Die Schnitte gab es zu der Zeit höchstens in 2 Größen und die Schnittbögen waren schon sehr dicht bedruckt, wie auf dem Foto gut zu sehen ist.


Die dunkleren Hosenbilder sind während des Nähens entstanden (ohne Blitz?). Zu sehen ist meine "Bauch-weg"-Taschenlösung, die Taschenbeutel werden  in der Reißverschluß befestigt und sind auch fast so lang wie dieser. Die Pfeile markieren die die Enden der vorläufigen Nähte für die Anprobe. So kann ich vor dem Spiegel gut sehen, wie die Hose passt und eventuell noch ändern. Die inneren Hosennähte bleiben offen, bis ich außen die Naht "zier"gesteppt habe. Da ich die Stoffe nicht vorwasche, wird die Hosenlänge erst nach der Wäsche abgestecktund so sind an den Beinen noch Falten zu sehen.